Selbsthilfegruppen

Selbsthilfeverein Dieser Weg - Zurück ins Leben n.e.V.


Für Angehörige und Betroffene von Depression, Posttraumatischer Belastungsstörung und Dissoziativer Störung

Der Selbsthilfeverein Dieser Weg - Zurück ins Leben n.e.V. unterhält 2 Selbsthilfegruppen zum Thema Depression.



Die SHG I "Betroffene von Depression" trifft sich jeden 2, Freitag im Monat


Die SHG II "Angehörige einer/eines Depressionserkrankten" trifft sich jeden 3. Freitag im Monat



Die Gruppentreffen finden im


CARITAS Altenzentrum "Bürgerspital", Spitalstraße 25, 97332 Volkach in der Zeit von 19.°° - 21.°° Uhr statt.


Da wir jedem den Raum geben möchten, sich in der Gruppe zu äußern und seine Themen anzusprechen, haben wir die Gruppengröße auf maximal 12 Personen beschränkt.



Wir bitten bei Interesse um eine kurze Voranmeldung


per Mail an info@dieser-weg-zurueck.de oder per Telefon unter 0 93 81 - 71 74 01


Wir möchten darauf hinweisen, daß die Gruppen "nur" für Personen mit "Depression" geeignet sind.


Etwa einmal im Quartal findet ein gemeinsames Treffen der Gruppen statt, um sich kennen zu lernen und sich auszutauschen


!!!Alles was in der Gruppe besprochen wird, bleibt auch in der Gruppe!!!



Unsere Selbsthilfegruppen arbeiten nicht nach dem 12-Punkte-Plan der anonymen Alkoholiker sondern nach dem A,E,I,O,U-Prinzip



Was heist das???



Selbsthilfegruppen sollen Auffangen, Ermutigen, Informieren, Orientieren und Unterhalten.


A wie Auffangen:


Das erste und wesentlichste Ziel von Selbsthilfegruppen ist es, vor allem die neuen Gruppenmitglieder dort „abzuholen“, wo sie sich gemäß ihrer (Krankheits-) Entwicklung befinden. Verzweiflung, Einsamkeit, das Gefühl, alleine gelassen zu sein, insgesamt eine Situation der Desorientierung mit zumindest großer Deprimiertheit zu erleben, bildet das Grundmuster, mit welchem potentielle Gruppenmitglieder in der Hoffnung auf Hilfe durch Gleichgesinnte eine Selbsthilfegruppe aufsuchen. Daher sehen es die Leiter der Selbsthilfegruppen als ihre wichtigste Aufgabe an, „im ersten Moment ein Beistand“ für diejenigen zu sein, die Anschluss suchen. Die Teilnehmer sollten so weit kommen, „...dass sie aus ihrer ganzen Verzweiflung herausfinden“. „Zu Beginn sollte“, berichtet eine Gruppenleiterin, „jeder, der zu uns kommt, die Möglichkeit haben, sein Leid zu schildern, wie es dazu gekommen ist“.


E wie Ermutigen:


Es muss jedem einzelnen Gruppenteilnehmer bewusst werden: „Ich will mir vor allem weiterhelfen, ... man muss schon ein bisschen Egoist sein, weil ich will gesunden“, um schließlich soweit zu kommen, sich zu denken: „O. K., die haben es alle geschafft. Das werde ich auch schaffen“. Das Ziel der Gruppe ist es auch, mitzuhelfen, die Erkrankung „erträglich zu machen, dass man trotzdem damit leben kann, und wieder mehr Lebensqualität und Lebensfreude zurückgewinnt“. Man sollte auch zu sich „ehrlich, offen, nicht verbohrt sein, nicht in seinen Problemen versinken - und das ganz von sich aus, nicht durch Zwang“.


I wie Informieren:


Das dritte wichtige Ziel ist es, Informationen an die Gruppenmitglieder zu geben, ihnen professionelle Hilfe zu vermitteln. Jede/r ist bestrebt, „den Betroffenen soviel Wissen wie möglich weiterzugeben“. Ein Ziel ist es, „dass man informiert wird, dass man vor allem auch durch Fachvorträge, Literaturhinweise usw. mehr über sein Leiden informiert wird und vielleicht das Leiden dann eher verkraften kann“.


O wie Orientieren:


Einen Kernbereich der Tätigkeiten von Selbsthilfegruppen stellt ihre Orientierungsfunktion durch den gegenseitigen Erfahrungsaustausch dar. Es treffen einander „Betroffene, die das gleiche Problem haben“, sie teilen „Erfahrung, Kraft und Hoffnung“. Die wesentliche Qualität des Erfahrungsaustausches in der Selbsthilfegruppe besteht offenbar darin, dass man sich an anderen orientieren kann durch „Aussprachemöglichkeiten mit Leuten, die selbst Erfahrungen haben“. Das Verstandenwerden von Menschen, die an der gleichen Krankheit leiden, bewirkt auch einen gewissen Solidarisierungseffekt, der jedem einzelnen hilft, seine Situation, sein Leiden, seine Ängste und Schuldgefühle leichter zu ertragen: „Es gibt keine Klassenunterschiede“, und für manche war es offenbar „...das erste Mal, dass mich jemand versteht, weil er die gleichen Probleme hat.“ Neben dem Gefühl, verstanden zu werden, was zu einer Beruhigung und zur Offenheit und Ehrlichkeit im Umgang mit sich selbst beiträgt, der Solidarisierung durch die Gemeinschaft mit Gleichbetroffenen haben die andern Gruppenmitglieder auch eine gewisse Vorbildfunktion. Man kann „bei den anderen zusehen, was die tun, um selber besser damit umgehen zu können“ und „durch Beispiele sieht man ja, wie es einige schon geschafft haben und mehr Lebensqualität zurückgewonnen haben“.

U wie Unterhalten:


Die Bindung der Mitglieder untereinander, das Bilden von Freundschaften über den „fachlichen“ Kontakt hinaus ist für viele wichtig. Viele „wollen etwas unternehmen“, wünschen sich, dass „ein Wir-Gefühl aufgebaut wird“ oder „irgendwas gemeinsam unternommen wird“. Das geschieht, indem „wir uns zusammensetzen, um uns auch privat kennen zu lernen“ oder „zusammen Geburtstag feiern oder gar tanzen und lachen“. Allerdings warnen einige auch, denn „Selbsthilfe sollte kein Kaffeeklatsch sein“.


[nach Herbert Janig: Die Wirkungen von Selbsthilfegruppen auf Lebensqualität und Gesundheit, in: Selbsthilfegruppenjahrbuch (DAG SHG e.V.) 1999, S. 103-108]


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