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Selbsthilfeverein Dieser Weg - Zurück ins Leben n.e.V.


Für Angehörige und Betroffene von Depression, Posttraumatischer Belastungsstörung und Dissoziativer Störung

Wie bei einer Medaille mit zwei Seiten, kann man bei einem depressiv erkrankten Menschen zwei Seiten betrachten:


Zum einen kann das Verhalten und die psychosoziale Situation betrachtet werden, das heißt seine Erfahrungen, sein Umgang mit seinen Mitmenschen, die gesamte Leben Situation und Biografie.


Häufig finden sich hier Faktoren wie Traumatisierungen oder Gewalt- und Missbrauchserlebnisse in früher Kindheit, die das Risiko, später zu erkranken, erhöhen. Weiter finden sich oft aktuelle Belastungssituationen, aber auch positive Lebensveränderungen (z.B. erfolgreicher Schulabschluss, längerer Urlaub), die als Auslöser der depressiven Episode wirken können.


Durch eine Therapie kann hier helfend eingegriffen werden.


Die zweite Seite der Medaille ist die physiologische Ebene, das heißt Veränderungen im Körper und Gehirn.

Hierzu zählen erworbene oder genetisch bedingte Faktoren, die das Risiko, zu erkranken, beeinflussen.


Diese beiden Erklärungsebenen – psychosoziale und physiologische – konkurrieren nicht miteinander.


Das heißt eine Depression ist nicht entweder psychologisch oder neurobiologisch bedingt.


Es handelt sich hier eher um eine sich ergänzende Sichtweise – wie die zwei Seiten einer Medaille.

Nahezu alle Patienten mit Depressionen, kennen Suizidgedanken.


Diese Begleiterscheinung macht Depression zu einer so lebensbedrohlichen Erkrankung. Aufgrund des großen Leidens und das Gefühl der Hoffnungslosigkeit, haben viele Betroffene nur noch den Wunsch das Ganze zu beenden.

Einfach einschlafen und nicht mehr aufwachen. Dem Umfeld nicht zur Belastung zu fallen, dem unerträglichen Umstand einfach entkommen. Einige beginnen in ihrer Verzweiflung Suizidpläne zu schmieden, andere erschrecken sich davor, dass sich suizidale Gedanken einfach aufdrängen.


In Deutschland gibt es jährlich mehr als 10000 Suizide und 150000 Suizidversuche.


Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass 90 Prozent der Suizide auf eine psychische Erkrankung, wie Depressionen, zurück zu führen sind. Das höchste Suizidrisiko tragen ältere Männer, wobei die Suizidversuchsrate bei jungen Frauen weitaus am höchsten ist. Ein Großteil der suizidalen Handlungen könnte mit einer konsequenten Behandlung verringert werden. Mit einer erfolgreichen Depressionsbehandlung verschwindet meist auch immer die Suizidalität.


Wenn Sie Suizidgedanken haben, sprechen Sie bitte in aller Offenheit mit Ihrem Arzt oder einer Person Ihres Vertrauens darüber und lassen Sie sich helfen.


Sie sollten gemeinsam mit Ihren Vertrauten überlegen, wie sie solche Gedanken und daraus resultierende Kurzschlusshandlungen verhindern können. Sobald die Depression unter der Behandlung abgeklungen ist, werden Sie das Leben wieder genießen können, den Mut und die Kraft haben, die bestehenden Probleme zu bewältigen,


Sie werden dann kaum mehr nachvollziehen können, warum Sie während der Erkrankung solche Suizidgedanken mit sich herumgetragen haben.


Suizid ist etwas Endgültiges, Depression aber etwas Vorübergehendes.

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