Auf Grund der eigenen Erkrankung an Depression, Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS), sowie Dissoziativer Amnesie und der nunmehr fast 5 jährigen Arbeit mit stationären Aufenthalten, sowie ambulanter Therapie, konnte ich mir als Betroffener und meine Frau als Angehörige, selbst ein Bild davon machen, wie hilf- und auch kraftlos man ist, sich durch den bürokratischen Weg zu kämpfen. Das heißt im Einzelnen, die Suche nach einem geeigneten Therapeuten, bzw. stationären Therapieplatz (welches beides mit leider meist erheblichen Wartezeiten verbunden), die Vorsprache beim Hausarzt und/oder Psychiater bzw. Neurologen. Absprache mit der Krankenkasse (Krankengeld, usw.), Antrag auf Reha bei der Rentenkasse…

Um den Betroffenen und deren Angehörigen den Weg zu erleichtern und Ihnen Hilfestellung zu geben, haben wir Dieser Weg – Zurück ins Leben Interessengemeinschaft für Angehörige und Betroffene von Depressionen, PTBS und Dissoziativen Störungen gegründet.

Ziele

  • Partnerschaften mit anderen Hilfsorganisationen und Vereinen die sich mit psychischen Erkrankungen befassen
  • Erschaffung einer Selbsthilfegruppe für Angehörige und Betroffene mit dem Schwerpunkten Depression, PTBS und Dissoziativen Störungen
  • Hilfestellung bei Stellung von Anträgen wie Krankengeld, Reha, Behindertenausweis
  • Weitervermittlung an Einrichtungen wie der Weiße Ring, Sozial-Psychatrischer Dienst, etc.
  • Eventuelle Aufklärungsvorträge über die Themen Depression, PTBS und Dissoziativen Störungen
  • Interessenvertretung, d.h. Belange auf kommunaler Eben an öffentliche Stellen zu tragen und versuchen eine Lösung zu finden

Beispiel: Was wünschen sich Betroffene und Angehörige im Berufsleben und/oder Öffentlichkeit? Ich bewarb mich bei einer Firma im Landkreis auf eine Stelle als Außendienstmitarbeiter. Im Bewerbungsgespräch wurde ich gefragt wieso eine 14 monatige Lücke in meinem beruflichen Lebenslauf ist. Auf die Antwort, dass ich an Depression erkrankt wäre und deswegen nicht arbeiten konnte, wurde mir zu verstehen gegeben, dass ich für diese Stelle wohl nicht geeignet bin. Wir möchten erreichen, dass Menschen mit einer psychischen Erkrankung ebenso eine Chance verdient haben und arbeiten können und möchten

Zielgruppe

Die Zielgruppe die wir durch Dieser Weg – Zurück ins Leben erreichen möchten sind Angehörige und Betroffene von psychischen Erkrankungen mit den Themenschwerpunkten Depression, Posttraumatische Belastungsstörung und Dissoziative Störungen.

Des weiteren sprechen wir die Zielgruppe der Menschen an, die mit den oben genannten Themenschwerpunkten zu tun haben, d. h. Psychotherapeuten, Ärzte, Apotheker, Ergotherapeuten, Kranken- & Altenpfleger/Schwestern, Krankenkassen aber auch Arbeitgeber die möglicherweise ein falsches Bild von Menschen mit dieser Erkrankung haben

Wir möchten in der Öffentlichkeit aufmerksam machen und Vorurteile gegenüber Psychisch Erkrankten ausräumen Umsetzung Wir kontaktieren öffentliche Einrichtungen die sich mit den Themen Psychische Erkrankungen auseinander setzen.

Wir informieren über Neuerungen in Sachen Therapie, Antragstellung, Leistungen der Krankenkassen in Form von Flyern

Wir versuchen uns mit anderen Hilfseinrichtungen zu vernetzen und somit ein Netzwerk in den oben genannten Landkreisen zu schaffen

Wir versuchen ein Hilfsangebot für Angehörige und Betroffen zu schaffen indem wir es ermöglichen möchten, dass Therapeuten / Ärzte / Psychologen, etc., sich bereit erklären Informationsveranstaltungen ab zu halten

Wir kontaktieren Einrichtungen um entsprechendes Informationsmaterial zur Verfügung gestellt zu bekommen Kontakte herstellen zu Firmen, die uns in irgendeiner Weise unter die Arme greifen (Druck von Flyern, zur Verfügung stellen von tech. Ausstattung z.B. ausleihen von Beamern für Vorträge, Bereitstellung von Getränken für die entstehende Selbsthilfegruppe, Personen die Kontakt zu Stadträten etc. haben)