Heute der 2. Teil der Themenreihe

 

Psychiatrische Diagnosen werden heute aufgrund internationaler Übereinkünfte mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gestellt. Die neuesten Diagnosesysteme in den Vereinigten Staaten und Europa (DSM-IV, ICD-10) grenzen psychische Krankheiten lediglich nach ihren Symptomen voneinander ab, sagen aber nichts über die Krankheitsursache und wenig über den Krankheitsverlauf aus.

Diagnosesysteme können nur eine Arbeitshilfe sein, mehr nicht. Wer weiß, mit welcher Art von Schwierigkeiten man es zu tun hat, kann damit leichter umgehen.

Die Sozialpsychiatrie kennt noch eine andere Definition. Nach M. Bleuler ist ein psychisch kranker Mensch, der bei der Lösung einer altersgemäßen Lebensaufgabe in eine Krise und Sackgasse geraten ist, weil seine Verletzbarkeit und damit sein Schutzbedürfnis sowie sein Bedürfnis, Nicht-Erklärbares zu erklären, für ihn zu groß und zu schmerzhaft geworden sind. Das Ergebnis nennen wir Krankheit, Kränkung, Störung oder Abweichung. Dies kann jedem Menschen jeden Tag widerfahren und die meisten Menschen haben es in Ansätzen schon erlebt. Eben deshalb gilt es, den anderen Menschen in seiner Andersartigkeit anzunehmen.

Die am häufigsten diagnostizierten psychischen Erkrankungen sind:

  • Affektive Psychosen
  • Angst- und Zwangserkrankungen
  • Belastungs- und Anpassungsstörungen
  • Depressionen
  • Schizophrenie und Psychosen des schizophrenen Formenkreises

Die einzelnen Erkrankungen hier näher zu beschreiben, würde den Rahmen dieses Leitfadens sprengen. Möchten Sie sich hierzu näher informieren, verweise ich auf das Psychiatrienetz unter www.psychiatrie.de .

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